
Sechs von zehn Schweizerinnen und Schweizern besitzen eine Rechtsschutzversicherung – ein deutlicher Anstieg um 8 Prozent gegenüber 2023. Gleichzeitig zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Schweizerischen Versicherungsverbandes SVV, dass mehr als ein Drittel der Befragten eine Situation erlebt hat, in der sie rechtliche Unterstützung benötigten.
Bei einer rechtlichen Auseinandersetzung ist die Rechtsschutzversicherung mit 43 Prozent weiterhin die meistgenannte Anlaufstelle. Es folgen Anwälte, Rechtsberatungsstellen sowie Familie und Freunde. Die Rechtsschutzversicherung festigt damit ihre Rolle als zentrale Drehscheibe bei Rechtsproblemen.
In dieser Befragung wurde erstmals auch die Nutzung von KI-Chatbots (wie ChatGPT oder Gemini) als Anlaufstelle bei Rechtsproblemen erhoben. Aktuell würden 8 Prozent der Bevölkerung einen KI-Chatbot konsultieren – bei den 15- bis 34-Jährigen sind es 14 Prozent. Parallel dazu geht die allgemeine Internetrecherche bei Rechtsfragen zurück (von 23 Prozent im Jahr 2023 auf 15 Prozent im Jahr 2026). Dies deutet darauf hin, dass ein Teil der Online-Sucher zu KI-Tools wechselt.
Die Versicherten erwarten von ihrer Rechtsschutzversicherung in erster Linie einen guten Service im Rechtsfall (54 Prozent), gefolgt von guter Beratung und Kostenübernahme. Zudem wünschen sich 80 Prozent der Befragten eine Empfehlung von der Rechtsschutzversicherung, wenn ein externer Anwalt mandatiert werden muss. Das entspricht einer deutlichen Zunahme von 10 Prozent gegenüber 2023. Insgesamt sind die Erfahrungen der Versicherten positiv: 82 Prozent berichten von guten Erfahrungen mit ihrer Rechtsschutzversicherung.
Ein weiterer interessanter Aspekt zeigt sich bei den 15‑ bis 34‑Jährigen, der Altersgruppe mit dem grössten Wachstumspotenzial. 47 Prozent von ihnen wünschen sich einen persönlichen Kontakt vor Ort, um einen Rechtsfall zu besprechen, was 10 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Gleichzeitig würden 39 Prozent dieser Altersgruppe eine Rechtsschutzversicherung online abschliessen. Das sendet eine klare Botschaft an die Branche und unterstreicht die Wichtigkeit eines nahtlosen Zusammenspiels von digitalen und persönlichen Kanälen.
Über die Umfrage
Die Befragung wurde im März 2026 vom Marktforschungsinstitut DemoSCOPE im Auftrag der Fachkommission Rechtsschutz des SVV durchgeführt. 1114 Personen ab 15 Jahren in der Deutsch-, Westschweiz und im Tessin wurden online befragt. Die Studie ist repräsentativ für die sprachassimilierte Wohnbevölkerung der Schweiz. Vergleichswerte stammen aus der Befragung von gfs-zürich (April 2023, n = 1207, telefonisch); Trendaussagen sind aufgrund der unterschiedlichen Methodik indikativ.
Über den SVV
Der Schweizerische Versicherungsverband SVV ist die Branchenorganisation der Schweizer Privatversicherer. Mit rund 70 Mitgliedern – darunter global tätige Erst- und Rückversicherer sowie national ausgerichtete, spezialisierte Sach-, Lebens- und Krankenzusatzversicherer – vertritt der Verband rund 90 Prozent der in der Schweiz erwirtschafteten Versicherungsprämien. Der SVV setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung der Versicherungswirtschaft ein und fördert Lösungen, die zur Stabilität und Sicherheit der Schweizer Wirtschaft und Gesellschaft beitragen. Damit leistet die Privatassekuranz einen wichtigen Beitrag zum Wohlstand in der Schweiz. Die Branche zählt zu den produktivsten und wertschöpfungsintensivsten Wirtschaftszweigen des Landes und beschäftigt rund 50’000 Mitarbeitende.
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In der Schweiz wohnhafte Personen verlassen sich auf ihre Rechtsschutzversicherung, wenn es darauf ankommt. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage von gfs-zürich im Auftrag des SVV.

Rund 100 Personen nahmen an der Fachtagung Rechtsschutzversicherung im Stadion Wankdorf teil, wo mehrere Referate gehalten wurden.

An der diesjährigen Fachtagung Rechtsschutzversicherung zum Thema «Umgang mit schwierigen Situationen» trafen sich rund 150 Juristinnen und Schadenspezialisten zu einem intensiven Weiterbildungstag.
