
Die Branchen Versicherung Genossenschaft heisst seit dem 1. Juli 2026 neu visavis Versicherung Genossenschaft. Im Interview spricht Daniel Stettler, CEO visavis Versicherung darüber, wie aus einer traditionsreichen Versicherung eine moderne Marke wurde, weshalb Nähe zum Kunden dabei zentral ist und warum ein Rebranding vor allem dann gelingt, wenn die Mitarbeitenden die neue Marke mittragen.
Daniel Stettler: Es lohnt sich einen Blick in unsere Vergangenheit zu werfen: Unsere Geschichte zeigt sehr schön, wie sich das Unternehmen über die Jahrzehnte weiterentwickelt hat. Während der ersten rund 80 Jahre waren wir als Metzger Unfallversicherung unterwegs. Später kamen neue Kundengruppen und zusätzliche Produkte hinzu, und daraus entstand die Branchen Versicherung. In den vergangenen Jahren hat sich unser Unternehmen nochmals stark weiterentwickelt. Deshalb wollten wir einen Namen schaffen, der zu dem passt, was wir heute sind und wohin wir uns bewegen. Gleichzeitig war uns wichtig, künftig in allen drei Landessprachen mit einem einheitlichen Namen aufzutreten. Entsprechende Überlegungen dazu gab es schon länger. Das Rebranding war deshalb kein kurzfristiger Entscheid, sondern das Resultat eines mehrjährigen Entwicklungsprozesses.
Daniel Stettler: Für mich ist es ein zeitgemässer Name, der eine gewisse Frische und Attraktivität ausstrahlt. Diese Wirkung zeigt sich sowohl gegenüber unseren Mitarbeitenden als auch gegenüber unseren Kundinnen und Kunden, aber auch in der Wahrnehmung innerhalb der Versicherungsbranche.
Daniel Stettler: Ich habe mich zunächst etwas schwer damit getan. Wenn ein Unternehmen seit 1902 besteht und über viele Jahre unter demselben Namen aufgetreten ist, ist ein solcher Schritt schliesslich sehr bedeutend. Ich brauchte etwas Zeit, um «visavis» zu verstehen und den Namen im Gesamtkontext zu sehen. Die Begeisterung ist mit dem Prozess gewachsen.
Daniel Stettler: Visasvis steht für Begegnung auf Augenhöhe. Wir sind selbst ein KMU und wollen unseren Kundinnen und Kunden partnerschaftlich gegenübertreten. Bodenständigkeit, Nähe und Partnerschaft sollen sich im Namen widerspiegeln. Das findet sich auch visuell in der Marke wieder: Die beiden i-Punkte stehen sinnbildlich für zwei Menschen, die sich vis-à-vis gegenübersitzen.
Daniel Stettler: Bei uns beantwortet nach wie vor ein Mensch das Telefon. Unsere Kundinnen und Kunden haben persönliche Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die sie möglichst über längere Zeit begleiten, sei es im Schadenfall, im Verkaufssupport oder im Aussendienst. Diese Nähe ist eine unserer grossen Stärken. Aufgrund unserer Grösse sind zudem die Wege innerhalb des Unternehmens kurz. Wenn jemand ein Anliegen hat, kann es durchaus vorkommen, dass dieses direkt bis zur Geschäftsleitung gelangt. Diese persönliche und unkomplizierte Art gehört zu uns und genau das wollen wir auch mit visavis ausdrücken.
Daniel Stettler: Bei einem Rebranding geht es nicht nur darum, einen neuen Namen oder ein neues Design zu entwickeln. Entscheidend ist, sämtliche Stakeholder auf die Reise mitzunehmen und für das Resultat zu begeistern. Ein solcher Prozess braucht Motivation und ein gewisses Feuer. Gerade die Mitarbeitenden müssen sich am Ende als Teil der neuen Marke fühlen und sie mit Überzeugung nach aussen tragen. Wenn uns das gelingt, spüren diese Begeisterung auch unsere Kundinnen und Kunden. Für mich ist dies das A und O eines erfolgreichen Rebrandings.
Daniel Stettler: Ein Rebranding entsteht zunächst in einem kleinen Team. Man kann deshalb nicht alle Mitarbeitenden bei jedem einzelnen Schritt einbeziehen. Umso schöner war es zu sehen, was geschah, als die ersten konkreten Resultate sichtbar wurden: die Farben, die Hintergrundgeschichte, die Bilder, Filme und Emotionen. Die Rückmeldungen waren sehr positiv. Mit dem neuen Auftritt haben wir einen grossen Schritt gemacht. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass viele Mitarbeitende bereit dafür waren. Man hat gespürt, dass eine Aufbruchsstimmung herrschte.
Daniel Stettler: Ja, beim internen Kick-off. Bis dahin wussten die Mitarbeitenden nicht, was sie erwartet: weder welchen Namen wir gewählt hatten noch, wie der neue Auftritt aussehen würde. An diesem Tag haben wir die neue Marke erstmals als Ganzes präsentiert. Da hat man gespürt: Das kommt gut.
Daniel Stettler: Wir haben in den vergangenen Jahren bereits sehr viel weiterentwickelt: von der Digitalisierung über unsere Produkte bis zu den Dienstleistungen für unsere Kundinnen und Kunden. Das Rebranding bringt nun auch unseren Auftritt auf denselben Stand. Ich sage gerne: Wir haben das passende Outfit für die Dynamik gefunden, die im Unternehmen bereits vorhanden war. Unsere Kundinnen und Kunden erhalten also nicht plötzlich eine völlig andere Versicherung. Im Gegenteil: Das, was uns schon heute auszeichnet, nämlich persönliche Nähe, kurze Wege und Verlässlichkeit, wird mit visavis noch sichtbarer.
Daniel Stettler: Wir haben als KMU die Chance, sehr nah an unseren Kundinnen und Kunden zu bleiben und schnell auf ihre Bedürfnisse zu reagieren. Diese Nähe wollen wir weiter stärken. Gleichzeitig möchten wir visavis insbesondere im Bereich Unfall- und Krankentaggeldversicherung noch stärker positionieren und unsere Bekanntheit ausbauen. Der neue Auftritt gibt uns dafür eine sehr gute Grundlage. Natürlich entwickelt sich auch die gesamte Finanz- und Versicherungsbranche laufend weiter: regulatorisch, technologisch und gesellschaftlich. Für uns wird entscheidend sein, diese Veränderungen aktiv mitzugestalten und gleichzeitig das zu bewahren, was uns stark macht: unsere persönliche Art und unseren KMU-Charakter.
Die visavis Versicherung ist auf Unternehmensversicherungen spezialisiert und bietet branchenübergreifende Versicherungslösungen für KMU sowie grössere Unternehmen an. Das Unternehmen blickt auf eine über 120-jährige Tradition zurück und basiert auf einem genossenschaftlichen Fundament. Im Zentrum stehen die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden sowie eine persönliche Betreuung auf Augenhöhe.
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Die Branchen Versicherung Genossenschaft heisst seit dem 1. Juli 2026 neu visavis Versicherung Genossenschaft.
