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Fachtagung Spitalzusatzversicherung: Die Ambulantisierung als Game Changer?

Das Schweizer Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Die fortschreitende Ambulantisierung medizinischer Leistungen, der politische Grundsatz «ambulant vor stationär» sowie die EFAS-Reform verändern Finanzierungslogiken, Versorgungsprozesse und Rollenverteilungen nachhaltig. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die obligatorische Krankenpflegeversicherung, sondern wirken sich zunehmend auch auf den Markt der Krankenzusatzversicherungen aus.

Agenda

Datum & ZeitMittwoch, 9. September 2026, 09:15–15:30
OrtGrand Casino, Luzern, Haldenstrasse 6, 6006 Luzern

Die klassischen Differenzierungsmerkmale der Spitalzusatzversicherung – medizinische Mehrleistungen und stationäre Komfortelemente – verlieren an Substanz. Im spitalambulanten Bereich wird die Abgrenzung zur OKP regulatorisch anspruchsvoller, der Mehrwert-Nachweis strenger. Gleichzeitig entstehen neue Versorgungsformen, neue Erwartungen der Versicherten und neue Kooperationsmodelle zwischen Versicherern und Leistungserbringern.

Vor diesem Hintergrund stellt sich weniger die Frage nach punktuellen Produktanpassungen, sondern nach einer grundlegenden Neudefinition des Wertversprechens und der künftigen Positionierung der Spitalzusatzversicherung. Die Fachtagung bietet Versicherern und Leistungserbringern eine Plattform, um Orientierung in einer Phase des Umbruchs zu gewinnen.

Folgende Leitfragen werden behandelt:

  • Welche Grundannahmen der Spitalzusatzversicherung tragen nicht mehr, wenn Ambulantisierung und Finanzierungsreformen die Spielregeln grundlegend verändern?
  • Wo verläuft künftig die Grenze zwischen OKP und VVG im ambulanten Bereich – und welche Zusatzleistungen sind regulatorisch, ökonomisch und gesellschaftlich dauerhaft tragfähig?
  • Wie müssen VVG-Produkte der Zukunft beschaffen sein, damit sie trotz steigender OKP-Prämienbelastung für Versicherte unverzichtbar bleiben?
  • Welche Handlungsräume bleiben der Spitalzusatzversicherung, wenn klassische Komfort- und Differenzierungsmerkmale an Bedeutung verlieren?
  • Welche neuen Kooperationsmodelle zwischen Versicherern und Leistungserbringern ermöglichen es, die Ambulantisierung als strategisches Wachstumsfeld zu gestalten?