
Das Schweizer Gesundheitswesen befindet sich in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Die fortschreitende Ambulantisierung medizinischer Leistungen, der politische Grundsatz «ambulant vor stationär» sowie die EFAS-Reform verändern Finanzierungslogiken, Versorgungsprozesse und Rollenverteilungen nachhaltig. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die obligatorische Krankenpflegeversicherung, sondern wirken sich zunehmend auch auf den Markt der Krankenzusatzversicherungen aus.
| Datum & Zeit | Mittwoch, 9. September 2026, 09:15–15:30 |
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| Ort | Grand Casino, Luzern, Haldenstrasse 6, 6006 Luzern |
Die klassischen Differenzierungsmerkmale der Spitalzusatzversicherung – medizinische Mehrleistungen und stationäre Komfortelemente – verlieren an Substanz. Im spitalambulanten Bereich wird die Abgrenzung zur OKP regulatorisch anspruchsvoller, der Mehrwert-Nachweis strenger. Gleichzeitig entstehen neue Versorgungsformen, neue Erwartungen der Versicherten und neue Kooperationsmodelle zwischen Versicherern und Leistungserbringern.
Vor diesem Hintergrund stellt sich weniger die Frage nach punktuellen Produktanpassungen, sondern nach einer grundlegenden Neudefinition des Wertversprechens und der künftigen Positionierung der Spitalzusatzversicherung. Die Fachtagung bietet Versicherern und Leistungserbringern eine Plattform, um Orientierung in einer Phase des Umbruchs zu gewinnen.